Die Ergebnisse der Leistungsanalyse der Additional Development and Upgrade Opportunities (ADUO) sind vertraulich, Details des Dokuments sind jedoch am Rennwochenende in Monaco durchgesickert.
Es sorgte auf der Rennstrecke für großes Aufsehen und überraschte viele – darunter auch Red Bull – dadurch, dass der Motor des in Milton Keynes ansässigen Teams von der FIA als Maßstab für das Feld angesehen wurde.
Das bedeutet, dass Red Bull in diesem Jahr keine weiteren Upgrades an seinem Motor vornehmen darf.
Bei Mercedes hingegen wurde den Daten zufolge ein leichtes Leistungsdefizit von knapp über 2 Prozent festgestellt, was dem in Brixworth ansässigen Team in diesem Jahr und einem weiteren im Jahr 2027 ein weiteres Motor-Upgrade beschert.
Den Messungen zufolge scheint Ferrari mit einem Leistungsdefizit zwischen 4 und 6 Prozent weiter zurückzuliegen. Dieses Defizit verschafft der italienischen Mannschaft die gewünschte Ausgangslage, um in dieser und der nächsten Saison zwei zusätzliche Aufstiege anzubieten.
Dies erklärt sofort, warum Ferrari sich zunächst so sehr gegen die neuen Leistungsverhältnispläne stellte, da die schrittweisen Verbesserungen, die es durchführen durfte, jetzt, da der Verbrennungsmotor wieder an Bedeutung gewinnt, an Wirksamkeit verlieren.
Trotz dieses politischen Rückschlags hat Ferrari hinter den Kulissen bereits einen aggressiven Angriffsplan parat, angeführt von Motorenchef Enrico Gualtieri. Die Italiener verfolgen eine Entwicklungsstrategie, die darauf abzielt, das Defizit nahezu zu beseitigen.
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Ferrari-Straßenkarte
Der erste Schritt ist für den Großen Preis von Österreich Ende nächsten Juni geplant, wo Ferrari den dritten Motor der Saison vorstellen wird.
Der zweite Schritt erfolgt im September beim Heimrennen in Monza, wo der vierte Motorwechsel mit der zweiten erlaubten Aufrüstung des ADUO zusammenfällt.
Da die Italiener aufgrund ihres Underdog-Status auch umfangreiche Änderungen an den internen Komponenten des Motors vornehmen dürfen, sind die Erwartungen innerhalb des Teams hoch. Obwohl es sich nicht um ein völlig neues Triebwerk handelt, dürften die Modifikationen zu einer Leistungssteigerung von rund 30 PS führen.
Die Entscheidung, diese Aktualisierungen jetzt voranzutreiben, ist ein bewusster, strategischer Schritt.
Die bevorstehenden Strecken in Österreich, Großbritannien und Belgien stellen hohe Anforderungen an den Motor und erfordern ein hohes Leistungsmanagement.
Ferrari hat bereits bewiesen, dass sein Chassis gute Leistungen erbringen kann, nachdem er letztes Wochenende in Barcelona mit Lewis Hamilton gewonnen hatte.
Das Team hofft nun, durch den Motorschub den Rückstand weiter aufholen und am Titelkampf teilnehmen zu können.