PREM Rugby: Die englische Premier League erwägt ein neues Format für die Qualifikation

Die Turnierveranstalter wollen die Halbfinal- und Finalveranstaltungen für die breite Öffentlichkeit attraktiver gestalten

PREM Rugby: Die englische Premier League erwägt ein neues Format für die Qualifikation

PREM Rugby untersucht einen Wendepunkt, der das Gesicht der Qualifikation dramatisch verändern könnte. Ab der Saison 2029/30 können die Halbfinals auf neutralem Boden ausgetragen werden, entweder in derselben Stadt oder an aufeinanderfolgenden Tagen. Die Idee besteht darin, eine echte Wochenendveranstaltung aufzubauen, ähnlich den Europafinals, und das Turnier in größere Stadien und neue Märkte zu übertragen.

Was in diese Richtung treibt, ist vor allem die Logik des kommerziellen Wachstums. Die Halbfinals dieser Saison fanden in Northampton und Bath statt und verliefen äußerst gut, da alle Tickets ausverkauft waren. Die Liga geht jedoch davon aus, dass Stadien mit einer Kapazität von rund 15.000 Zuschauern das Potenzial der Veranstaltung begrenzen. Geschäftsführer Simon Massey Taylor erklärte, dass Spiele dieses Niveaus auch viel größere Stadien füllen könnten und nicht nur Fans der teilnehmenden Mannschaften, sondern auch neutrale Fans anziehen könnten.

Der implizite Bezug ist klar und blickt über den Ärmelkanal hinaus – in Frankreich beispielsweise werden die Top-14-Halbfinals tatsächlich in großen Veranstaltungsorten wie dem Stade Vélodrome in Marseille ausgetragen. PREM möchte einen ähnlichen Weg beschreiten und auch Städte auswählen, in denen derzeit nur wenig Rugby auf höchstem Niveau stattfindet. Zu den Namen, die in dieser ersten Phase auftauchten, gehörten Liverpool und Brighton.

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Preem Al-Rajabi: Zwischen Zweifel und Überzeugung in der neuen Form

Aber das Projekt ist alles andere als spannend. Viele Vereine prüfen mit Interesse die Möglichkeit einer größeren Sichtbarkeit und eines größeren Publikumsandrangs, doch an zwei Fronten bestehen weiterhin große Zweifel. Der erste ist wirtschaftlicher Natur, denn das heutige Halbfinale zu Hause könnte für den Gastgeberverein Hunderttausende Pfund wert sein. Der zweite Punkt ist die Athletik: Der Wegfall des Heimvorteils würde das Risiko bergen, das Gewicht der Position in der regulären Saison zu verringern, insbesondere für diejenigen, die den ersten und zweiten Platz belegen.

Aus diesem Grund werden auch korrigierende Hypothesen aufgestellt, wie zum Beispiel Wirtschaftsprämien oder eine höhere Umsatzbeteiligung für besser gesetzte Teams. Allerdings scheint der Trend zu einem neuen Format zu gehen, bei dem die Premier League zu einem größeren und attraktiveren Produkt werden könnte.

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