Kimi Antonelli ist Erster in Monaco, Max Verstappen Zweiter und Lewis Hamilton Dritter. Auf dem Papier klingt das Ergebnis großartig und ist es in vielerlei Hinsicht auch.
Aber um zu verstehen, wie es dazu kam, ist die Entwicklung der Streckenstabilität über das Wochenende ein wichtiger Teil des Puzzles und liefert zumindest teilweise eine technische Erklärung für die Leistungssprünge, die sowohl beim W17 als auch beim RB22 erzielt wurden.
Antonellis Mercedes wirkte während der beiden freien Trainings am Freitag besonders instabil, da ihm auf den engen, unnachgiebigen Straßen des Emirats die nötige Gelassenheit fehlte.
Über Nacht arbeiteten die Mercedes-Ingenieure an den Daten und ermittelten eine überarbeitete Richtung für die FP3-Einstellungen. So entstand ein Auto, das durch Richtungsänderungen deutlich stabiler und effizienter war.
Dies war besonders nützlich für den 19-jährigen italienischen Fahrer, der den ganzen Freitag über eng mit seinem Renningenieur zusammengearbeitet hatte, um die Instabilität des W17 zu beheben.
Verbesserte Streckenbedingungen ermöglichten eine zusätzliche Heckleistung, aber es waren die Datenanalysen in Kombination mit Antonellis spezifischen Anforderungen an die dynamische Balance und die Frontpräzision beim Einfahren in die Kurven, die letztendlich das Verhalten des Autos veränderten.
Verstappens beeindruckende Leistung
Verstappen hatte sich bereits am Freitag als einziger Fahrer herausgestellt, der im Freien Training nahe an den dominanten Ferrari herankam, doch im FP3 vor dem Qualifying blieb er fast neun Zehntelsekunden hinter Antonellis Benchmark.
Die Ingenieure von Red Bull haben den zweiten Sektor gezielt ins Visier genommen, da sie ihn als den Bereich identifiziert haben, in dem der RB22 im Vergleich zu den Spitzenreitern die meiste Zeit blutete.
Die Änderungen, die sie am Setup vorgenommen haben, waren allen Berichten zufolge radikal, und die Verbesserung der Streckenbedingungen hat ihr Wagnis wohl noch mehr belohnt als im Fall von Antonelli. Das Ergebnis ist ein Auto, dem Verstappen vertrauen kann, und auf diesen Straßen ist das Vertrauen des Fahrers alles.
In beiden Fällen hat das verbesserte Fahrzeugverhalten den Fahrern das Vertrauen gegeben, ihr maximales Potenzial auf einer Strecke herauszuholen, die absolut keinen Spielraum für Fehler bietet.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den Start, der wie immer in Monaco die einzig realistische Gelegenheit für eine Änderung des Systems sein dürfte. Hamilton und Charles Leclerc, Dritter und Vierter im SF-26, stellen die unmittelbarste Bedrohung für die erste Reihe dar.
Zu diesem Thema lohnt es sich, die Leistung von Ferrari im Qualifying zu untersuchen. Beide Autos scheinen eine weniger vorhersehbare Balance zu haben, als es den ganzen Freitag über zu erkennen war, und im FP3 gibt es kaum Anzeichen dafür, dass solche Schwierigkeiten kommen werden.
Das Endergebnis lag deutlich unter dem, was Maranello für akzeptabel hielt, eine Frage, die das Team vor dem Rennen beantworten muss.